1924 gründen Mitglieder des Bargteheider Verkehrsvereins eine Ortsgruppe des „Norddeutschen Radio-Klubs“ und geben damit den Anstoß zum Einzug des Rundfunks ins Dorf. Man braucht eine Genehmigung, will man die Beiträge des gerade gegründeten Hamburger Rundfunksenders Norag (Norddeutsche Rundfunk AG) mit einem Apparat drahtlos telefonisch empfangen.
Im Deutschen Reich herrscht ein regelrechter Funker-Hype. So preist der „Oldesloer Landbote“ im Februar 1925: „Ohne Radio geht es bald nicht mehr, das Neueste, praktisches Wissen, wertvolle Unterhaltung, belehrende Vorträge, Notierungen, Wissenswertes für den Landmann und den Kaufmann, Konzerte, Theaterstücke usw. bringt täglich der Hamburger Rundfunksender.“
Es folgt der Hinweis auf ein Inserat von C. Schultz aus Steinhof-Reinfeld. Der bietet eine Röhrengerät-Anlage für 80 Mark an: Apparat inklusive Lampe, Batterien, Hörer, Antenne, Blitzschutz und Leitungen.
Die monatliche Gebühr an die Reichstelegraphen-Verwaltung beträgt 2 Mark. All das ist kein billiges Vergnügen. Wie viele Haushalte werden sich das in Bargteheide geleistet haben?